Montag, 27. März 2017

14 Tage mit Dir - Tag 2 (Part 2)

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Mir tut alles weh, mir ist kalt und ich bin lichtempfindlich. Ich bin todmüde. Die Nacht war die Hölle. Ich konnte nicht schlafen und wenn ich doch mal eingenickt bin, hatte ich einen Albtraum und bin durchgeschwitzt wieder aufgewacht. Ich träumte von Jonas mit Augenbrauen und braunen Haaren. Wir saßen auf einer Blumenwiese, die Sonne schien, der Himmel war blau und die Vögel zwitscherten. Er hielt meine Hand und wir lächelten uns an. Doch plötzlich zogen dunkle Wolken auf, es donnerte und blitzte und der Sensenmann stand vor uns. Ein Sturm kam auf und Jonas verlor all seine Haare und wurde immer dünner bis er nur noch ein Skelett war, was vorm Sensenmann kniete.

»Harte Nacht?«, fragt Anni mich, als sie sich im Schwesternzimmer gerade einen Kaffee einschenkt.»Ja, leider. Ich konnte nicht so gut schlafen.«, antworte ich und lege meinen Rucksack und meine Jacke ab.»Das ist nach dem ersten Tag ganz normal. Das wird die nächsten Nächte besser.«, antwortet sie und klopft mir beim vorbei gehen auf die Schulter. Ich schaue ihr wehmütig hinterher. Ich hoffe, sie hat Recht.Als ich so da stehe und in die Leere starre, kommen sechs weitere Schwestern ins Schwesternzimmer und stellen sich mir vor. Ich schüttle Hände, lächle und sage artig meinen Namen. Doch ich bin so gedankenverloren, dass ich ihre Gesichter gar nicht richtig wahrnehme. Als plötzlich ein kräftiger, bärtiger Mann im Kittel vor mir steht, schrecke ich zusammen und befinde mich sofort wieder in der Realität. »Du musst Paula sein! Ich bin Dr. Schulte, der Oberarzt hier.«, stellt er sich mir mit seiner tiefen Stimme vor.
»Ja, richtig. Guten Morgen!«, quieke ich erschrocken und gebe ihm die Hand. Wer hat diesen Bär ins Gebäude gelassen? Er hat schwarze, dichte Haare und einen Vollbart. Er erinnert mich an einen Holzfäller aus Kanada. Diese Klischeehaften, die man aus Zeitschriften oder Comics kennt.
»Die Oberschwester hat mich gestern von deiner guten Leistung unterrichtet. Ich war erst dagegen eine Praktikantin aufzunehmen. Aber du scheinst wirklich was auf dem Kasten zu haben. Weiter so!«, sagt er grinsend und klopft mir so kräftig auf die Schulter, dass sie mir danach etwas weh tut.
»Nun, Schwester Moni kommt heute etwas später. Du kannst hier so lange auf sie warten. Ich denke spätestens in einer halben Stunde ist sie hier.«  sagt er und macht auf dem Absatz kehrt und geht in sein Büro und schlägt die Tür kräftig hinter sich zu. Und so stehe ich hier, allein im Schwesternzimmer und Stille umgibt mich. Ich frage mich gerade, wo alle hin sind. Ich schaue durch den Raum und sehe durch das kleine Fenster, dass eine Schwester in der Küche verschwindet. Ich beschließe mich nützlich zu machen und gehe ebenfalls in die Küche. Moni ist sowie so noch nicht da, also helfe ich beim Frühstück. Ich verteile alles auf den Tabletts, so wie es mir aufgetragen wird und bringe es jedem kleinen "Gast" aufs Zimmer. Als ich das Wägelchen gerade aus der Küche schiebe fällt mir auf, dass manche Kinder mit ihren Eltern im Speisesaal sitzen und dort frühstücken. Es sind nicht viele. 
Ich fahre mit dem Aufzug nach oben und schiebe die Tabletts langsam durch den langen Flur. Ich zwinge mich zu lächeln, wenn ich in die Zimmer gehe und das Frühstück rein bringe. Aber sobald ich wieder rausgehe, fallen meine Mundwinkel nach unten, als würden kiloschwere Gewichte daran hängen.
Vor Jonas' Zimmer bleibe ich stehen und starre auf die Tür. Sie ist einen Spalt geöffnet. Ich versuche etwas zu hören, aber es ist totenstill. Okay, vielleicht ist diese Bezeichnung jetzt nicht gerade so angebracht. Es ist mucksmäuschenstill. Ja, das klingt besser. Jedenfalls stehe ich hier und starre auf diesen kleinen Türspalt und kann mich nicht bewegen. Ich schließe kurz die Augen und denke an meinen Traum. Mir steckt schon wieder ein Kloß im Hals, den ich runterzuschlucken versuche. Ohne Erfolg. »Es war nur ein Traum!«, sage ich mir und atme tief durch.
»Was war nur ein Traum?«, ruft Jonas aus seinem Zimmer und ich schrecke hoch. Was hat der denn für Ohren?
Ich gehe ins Zimmer und schaue zögerlich um die Ecke. Jonas sitzt in seinem Bett und schaut mich an. Er hat wieder seine Mütze auf und diesmal ein Buch in der Hand.
»Wow, du siehst ziemlich krank aus. Vielleicht sollte ich fragen, ob die hier noch ein Bett für dich frei haben.«, sagt er erstaunt.
Ich verdrehe die Augen. »Charmant wie eh und je.«, sage ich und stelle sein Tablett wieder ab.
»Harte Nacht?«
»Ja.«
»Was hast du geträumt?«
»Nichts.«
»Du kannst nicht lügen.«, stellt er fest und zieht eine nicht vorhandene Augenbraue hoch.
»Ach ja? Warum nicht?«, frage ich provokant.
»Jetzt hast du dich verraten.«
Ich kneife die Augen zusammen und ziehe eine Schnute. Ich ärgere mich. Über ihn, über mich und darüber, dass ich irgendwie nicht klar komme. Habe ich mich überschätzt? Wahrscheinlich. Tränen schießen mir bei diesem Bekenntnis in die Augen. Verdammt!
»Hey, nicht weinen. Es ist okay.«, sagt Jonas und reicht mir ein Taschentuch.
Ich schäme mich. Ich heule vor einem todkranken Menschen, der mich trösten muss, nur weil ich mich nicht zusammenreißen kann.
»Entschuldigung.«, schnaufe ich und putze mir die Nase.
»Ist schon okay. Bist du das erste Mal in einem Hospiz?«, fragt Jonas und ich nicke.
»Hast du vorher schon mal einen sterbenden Menschen gesehen?«, fragt er weiter und ich schüttle mit dem Kopf.
»Dann hast du dir da aber was aufgebürdet.«, stellt Jonas fest und verschränkt die Arme. »Was hast du dir dabei gedacht?«
»Ich wollte was mit Menschen machen.«, platzt es aus mir heraus und Jonas schaut mich einfach nur an. Es scheint eine Ewigkeit zu dauern und dann fängt er plötzlich an zu lachen.
»Das ist ja wohl die Klischeeantwort überhaupt!«, lacht er.
»Es ist aber so!«
»Dann geht man ins Krankenhaus, in den Kindergarten oder ins Altenheim. Aber doch nicht in ein Kinder- und Jugendhospiz!«, lacht er weiter.
»Ich wollte etwas Außergewöhnliches machen. Etwas, was wirklich jemanden hilft. Ich wollte meinen Beitrag leisten.«, versuche ich zu erklären, doch Jonas lacht einfach weiter. Ich schaue ihn verdutzt an. Sein Lachen wird immer wilder, ungehaltener. Er wird hysterisch. Ehe ich was unternehmen kann, fängt er an zu weinen.
»Keinem der hier ist, ist noch zu helfen. Wir werden alle drauf gehen. Hier gibt es kein Happy End.«, weint er.
Nun reiche ich ihm ein Taschentuch aus meiner Tempopackung und er nimmt es ohne zu zögern an.
»Ich will hier eine Sache klar stellen. Ich heule nicht, weil ich Angst habe. Ich heule, weil ich meiner Familie das antue. Sie haben Angst, jeden Tag. Es ist zum kotzen. Sie meinen, sie müssen für mich stark sein. Doch sie sollten es für sich sein. Sie müssen mit meinem Tod klar kommen. Sie müssen damit leben können, wenn ich nicht mehr hier bin. Ich werde das nicht mehr mitbekommen, wenn ich woanders bin.«, erklärt er mir mit erhobenen Finger.
»Du glaubst an ein Leben nach dem Tod?«, frage ich und lege den Kopf schief.
»Natürlich.« 
Ich nicke geistesabwesend und sehe zu Boden.
»Du nicht?«, fragt er.
»Nein, irgendwie nicht.«
»Wieso nicht?«
»Für mich klingt die Vorstellung davon eher wie ein Märchen.«
»Und was glaubst du, was nach dem Tod kommt?«
»Nichts.«
»Nichts?«
»Ich glaube der Tod ist wie schlafen ohne zu träumen.«
»Findest du das nicht langweilig?«
»Was?«
»Die Vorstellung.«
»Das ergibt keinen Sinn. Du kannst keine Langeweile verspüren, wenn du nichts mitbekommst.«
»Ich finde, deine Aussage macht keinen Sinn.«, sagt er trocken und verschränkt die Arme.
»Ach ja?«
»Ja, da ist noch so viel mehr. So viel mehr, als das. Da sind Dinge, die über das Körperliche hinausgehen.«
Ich ziehe die Augenbrauen hoch und stehe auf. 
»Ich muss noch den Rest verteilen. Ich bin eh schon zu lange hier.«
»Du kannst ja nochmal vorbei kommen, wenn du Zeit hast.«, sagt er und kratzt sich am Hinterkopf. Wird er gerade rot? Ich versuche zu lächeln, aber es muss so aussehen, als hätte ich einen Schlaganfall.
Ich verteile den Rest des Frühstücks und begebe mich danach ins Schwesternzimmer. Moni sitzt am Schreibtisch und schaut über die Patientenakten. Ich begrüße sie und sage ihr, dass ich eben das Frühstück verteilt habe. Sie nickt und lächelt und erklärt mir dann den Tagesablauf. Patienten pflegen, Dienstplan zusammenstellen, Akten sortieren, die Kinder pflegen. Die Zeit vergeht wie im Flug und ich habe als Monis rechte Hand gut zu tun. Und doch bleibt mir genug Zeit um über Jonas' Worte nachzudenken. Was soll da noch sein? Natürlich muss er an irgendwas glauben. Alles andere wäre für jemanden der bald sterben wird, viel zu beängstigend. Bei dem Gedanken überkommt mich Gänsehaut.
Als Moni und ich im Schwesternzimmer gerade seelenruhig Kopien in die Akten einsortieren und Radio hören, ertönt auf einmal eine Klingel und ein rotes Licht leuchtet auf. Sie springt auf und ich renne ihr automatisch hinterher. Wir rennen mit zwei weiteren Schwestern die Treppe hinauf, den Flur hinunter und in ein Zimmer auf der linken Seite. Ehe ich es mich versehe, wird mir schwindelig. Wir sind bei Jonas. Er hat einen heftigen Krampfanfall und starrt wie von einem Dämon besessen an die Decke. Die Schwestern versuchen ihn ruhig zu halten, während der Oberarzt ihm eine Spritze gibt und Moni ihm eine Sauerstoffmaske aufs Gesicht drückt. Es dauert ein paar Sekunden bis sein Körper erschlafft. Ich höre ein Schluchzen und sehe, dass rechts neben mir Jonas' Eltern in der Ecke stehen und sich in den Armen halten. Ich sehe sie einfach nur an und Jonas' Vater erwidert meinen Blick. Ich löse mich los und versuche mich aufrecht aus dem Zimmer zu bewegen und setze mich im Flur auf den Boden neben Jonas' Zimmertür. Ich fühle mich leer, betäubt und nicht mehr wie ich selbst. Es dauert noch zwanzig Minuten bis die Schwestern und Dr. Schulte das Zimmer verlassen.
Ich sehe sie an und Dr. Schulte bittet mich mit ihm in sein Büro zu kommen. Ich stehe schwerfällig auf und folge dem Bären stumm in sein Büro. Ich habe Angst Ärger zu bekommen, weil ich einfach den Raum verlassen habe. Ich hätte mir alles ansehen sollen. Ich hätte stark sein sollen.
Als wir durch die Tür in sein Büro gehen fällt mir auf, dass Moni hinter mir die Tür schließt. 
»Setz dich ruhig, Paula.«, sagt Dr. Schulte und deutet mit seiner Hand auf einen Stuhl. Ich werde nervös und mein Magen fängt an zu grummeln. Das Zimmer ist genauso dunkel vertäfelt wie der Eingangsbereich und auf der rechten Seite erstreckt sich ein riesiges Bücherregal. Das ganze Zimmer ist eher rustikal eingerichtet, aber das passt zu dem Bären.
Moni setzt sich neben mich und faltet die Hände ineinander. Ich schlucke. Das wars, ich bin raus.
Dr. Schulte steht am Fenster und schaut hinaus. Ich rechne gar nicht damit, als er anfängt zu reden: »Nun Paula, ich weiß, man hat dir angewiesen, dass du Oberschwester Moni überallhin folgen sollst. Du sollst schließlich auch etwas lernen. Ich möchte dich aber darum bitten, dass du in solchen Notfällen, wie eben, vor der Tür im Flur wartest. In so einer Situation wie dieser ist es für uns und die Angehörigen schon schwer genug. Wir können da nicht noch ein Auge auf dich haben.« Sein Ton ist ernst und ich schlucke. Ich möchte mich entschuldigen, mich rechtfertigen. Aber ich bringe keinen Ton heraus.
Er tritt vom Fenster zurück und dreht sich zu mir um: »Du konntest das nicht wissen. Du bist automatisch mit gelaufen. Das ist in Ordnung, ich mache dir jetzt gerade keinen Vorwurf. Ich finde dein Engagement wirklich reizend. Aber in den Augen der Eltern bist du "nur die Praktikantin". Eine Fremde, verstehst du? Und wenn eine Fremde im Zimmer steht und dabei zusieht, wie ihr Sohn gerade um sein Leben kämpft und dabei verliert, fühlen sie sich in ihrer Privatsphäre verletzt. Weißt du was ich meine?« Er schaut mich an und wartet auf eine Antwort, aber ich kann nur nicken. Ich schäme mich. Natürlich verstehe ich das.
»Du hast da gestanden wie angewurzelt, unter Schock. Das haben Jonas' Eltern gesehen und das hat ihnen noch mehr Angst gemacht. Jonas' Vater hat mich angewiesen, dich in solchen Situationen nicht mehr ins Zimmer zu lassen. Ich habe natürlich eingewilligt. Aber nicht nur seinetwillen, sondern auch deinetwillen. Du bist gerade mal sechzehn Jahre alt. Du bist ein Teenager, wurdest noch nie mit dem Tod konfrontiert. Außerdem ist es für dich besonders schwer, weil unsere Patienten entweder so alt sind wie du oder jünger. Daher möchte ich, dass du ab heute jeden zweiten Tag unseren Hausseelsorger aufsuchst. Ich möchte nicht, dass dich das alles hier zu sehr mitnimmt. Und wenn es doch der Fall sein sollte, musst du dein Praktikum hier abbrechen. Ich kann es nicht verantworten, wenn du einen psychischen Schaden davon trägst. Verstehst du?«
Ich nicke. Erst jetzt begreife und spüre ich, wie geschlaucht ich bin. Ich bin jetzt schon mitgenommen. Ich atme einmal tief durch und sage: »Das werde ich tun. Ich habe das Praktikum hier unterschätzt, das gebe ich zu. Ich möchte es aber nicht abbrechen. Nicht nur wegen meiner Schulnote für das Praktikum oder Ihrer Beurteilung über mich. Mir liegt das hier sehr am Herzen und ich möchte nicht aufgeben.«
»In Ordnung. Doch wenn wir sehen, dass es unseres Erachtens nach doch zu viel für dich wird, werden wir das Praktikumsverhältnis unsererseits beenden.«, sagt Dr. Schulte und ich nicke. 
»Das verstehe ich.«, sage ich und will gerade aufstehen, als Dr. Schulte noch weiter spricht: »Da ist noch eine Sache.« 
Schnell setze ich mich wieder und tue so, als wollte ich lediglich meine Position auf dem Stuhl ändern.
»Oberschwester Moni hat mir erzählt, dass du dich mit Jonas angefreundet hast.«
Ich sehe sie etwas entsetzt an und stottere: »Nun angefreundet ist vielleicht etwas übertrieben. Wir unterhalten uns nur ein bisschen.«
»Wie dem auch sei. Paula, ich möchte dir nur einen Rat geben und dir etwas ans Herz legen. Bindest du dich emotional zu sehr an einen Patienten hier, kann das fatale Folgen haben. Nennen wir das Kind beim Namen: Jonas wird sterben. Dessen musst du dir bewusst sein.«, sagt Dr. Schulte und mir wird schwindelig. Ich nicke jedoch und versuche stark zu sein. Mir war das bewusst und dann irgendwie doch nicht. Dr. Schulte entlässt mich aus diesem Gespräch und mit schweren Knochen trotte ich aus seinem Büro.

Nach meinem Feierabend schaue ich nochmal in Jonas' Zimmer vorbei. Ich will nur sehen, ob es ihm wieder etwas besser geht. Die Sonne steht schief und verleiht seinem Zimmer einen goldenen Schimmer. Seine Eltern sitzen an seinem Bett und unterhalten sich mit ihm darüber, was sie heute so erlebt haben.
Ich will nicht stören und mich gerade umdrehen, als Jonas mir zuruft, ich solle reinkommen. Ich fühle mich ertappt und bleibe wie angewurzelt stehen. Doch dann drehe ich mich doch um und sage kurz "Hallo".
»Mama, Papa, das ist Paula. Meine Lieblingspraktikantin.«
»Jonas, sie wurde uns schon vorgestellt. Außerdem war sie vorhin auch im Zimmer.«, sagt seine Mutter und streicht über seine Glatze. Dann wirft sie mir einen bösen Blick zu.
»Weiß ich.«, sagt er und schiebt ihre Hand weg. Seine Eltern sehen sich an und dann wieder mich.
Ich räuspere mich: »Ich, ich wollte mich nur für vorhin bei Ihnen entschuldigen. Ich werde nicht mehr einfach ins Zimmer platzen, wenn meine Person nicht verlangt wird. Es tut mir leid. Ich habe jetzt Feierabend und wollte mich nur verabschieden. Ich wollte Sie nicht stören.«
»Tust du nicht. Meine Eltern wollten eh gerade gehen.«, sagt Jonas genervt.
»Das stimmt doch gar nicht.«, sagt sein Vater entsetzt.
»Jonas, wir wollen unsere Zeit mit dir verbringen.«, sagt seine Mutter liebevoll.
»Ihr seid den ganzen Tag hier gewesen.«
»Na und?«, sagt sein Vater.
»Ihr geht mir mit eurer deprimierten Stimmung auf die Nerven. Bitte geht einfach.«
»Aber Jonas,«, beginnt seine Mutter und will ihn wieder über den Kopf streicheln, aber er schlägt sie weg.
»Hör auf damit! Geht nach Hause! Bitte!«, wimmert er und seine Eltern sehen sich an. Ich räuspere mich und sage: »Ich sollte sie alleine lassen. Auf Wiedersehen.« Ich drehe mich um und will gehen und Jonas sagt: »Nein, du kannst bleiben. Bitte bleib hier.« Doch ich gehe weiter und sage: »Bis Morgen!« 

© Dia Nigrew/Claudia Wergin

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