Freitag, 16. Dezember 2016

Von Vorurteilen und Nächstenliebe

Viele können's nicht mehr hören,
"Die Medien wollen uns nur verstören".

"Die wissen nicht über anderes zu berichten,
und erzählen uns nur irre Geschichten".

Aber in Syrien herrscht wirklich der Tod,
unzählige Menschen sind in Not.

Männer, Frauen und Kinder,
alle werden abgeschlachtet wie Rinder

Die, die helfen könnten, reden nur,
andere stellen sich vollkommen stur.

Die, die flüchten werden gehasst,
werden nicht akzeptiert, nicht mal als Gast.

Was wäre, wenn es euch hier trifft?
Zerbombt, vergast oder ermordet durch Gift?

Wenn Ihr um euer Leben rennen müsst,
vom Tod fast geküsst.

Wenn Ihr eure Freunde und Familie verliert,
und ihr auch fast jämmerlich krepiert.

Wenn ihr nichts mehr habt, außer die Kleidung am Leib,
und im Herzen die Kälte, die Trauer, Angst und das Leid.

Wo bleibt euer Mitgefühl,
warum seit ihr so hart und kühl?

Ihr denkt, die Flüchtlinge nehmen euch etwas weg,
haltet sie für gefährlich, minderwertig oder Dreck.

Die Deutschen wollen keine "Nazis" sein,
die Zeiten seien schon lange vorbei.

Sie wollen nicht in diese Schublade gesteckt werden,
scheinen aus 1945 aber nicht zu lernen.

Denn selbst stecken Sie alle "Ausländer" in eine rein,
"Die sind alle komisch, essen nicht mal Schwein".

Wisst ihr, nicht alle sind so wie ihr denkt,
würdet ihr merken, wenn ihr mal ein bisschen Toleranz verschenkt.

Klar, gibt es solche und solche,
es gibt Liebe und es gibt Strolche.

Aber Leute, macht mal die Augen auf,
nicht jeder ist so schräg drauf.

Also zeigt mal ein bisschen Nächstenliebe und das ihr versteht,
worum es im Leben (oder zumindest an Weihnachten) wirklich geht.



© Dia Nigrew/Claudia Wergin

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