Mittwoch, 30. März 2016

Mein einziges Talent

Ich verliere mich in meinen Worten,
in denen, die sich in meinem Kopf horten.
Verliere mich in Träumerei und Fantasie,
in diesen Momenten bin ich so glücklich wie noch nie.

Ich erschaffe Welten und Leben,
Orkane, Stürme und Erdbeben.
Sonnenschein, Liebe und schönes Wetter,
Verbrecher, Opfer und Lebensretter.

Fantasie war schon immer meine Welt,
so viel wertvoller als Schmuck oder Geld.
Mein kleiner, unbezahlbarer Schatz,
jeder Gedanke, jedes Wort, jeder Satz.

So manches Wortwirrwarr ist nicht perfekt,
doch umso mehr Liebe darin steckt.
Ein paar Tippfehler sind das Eine,
doch der Zauber ist der Meine.

Perfektion gab es ja noch nie,
weder in der Realität noch in der Fantasie.
Und wäre alles im Leben oder Traum einwandfrei,
wo bliebe dann der Spaß dabei?

Jede Geschichte und jeder Traum,
sie werfen Ideen in den Raum.
Ideen, so einzigartig und unperfekt,
und in jeder eine Träumerei versteckt.


© Dia Nigrew/Claudia Wergin

Kommentare:

  1. Das ist das beste Gedicht, dass ich in diesem Jahr gelesen habe, und das meine ich wirklich ernst. Vielleicht weil ich mich selbst darin wiederfinde.
    Es strahlt sehr viel Liebe aus. Wunderschön!

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    1. Wow, vielen lieben Dank! :) Das freut mich wirklich sehr.

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